Home
Microkinesitherapie
Aquatische Körperarbeit
Psychische Fitness
Kontakt


"Tatsächlich ist die Geschichte des Menschen von einem kritischen Moment an auch eine Geschichte des Schlussmachens mit vorgefundenen Lebensformen."
                                                                                                 Peter Sloterdijk

Langjährige Beschäftigung mit dem Tal der Tränen hat mich zum Schluss kommen lassen, dass man auch ebenso gut zügig durch dieses hindurchgehen kann. Es stimmt schon, dass man einige Wunden nicht nebenbei heilen kann, und sich ihnen konzentriert widmen sollte – Sie finden GANZ UNTEN AUF DIESER SEITE meine Zugangsweise zu solchen Themen.

Da allerdings Probleme in der Gegenwart und Ängste vor der Zukunft normalerweise mit bereits vergangenen Verletzungen zu tun haben, besteht meine zentrale Strategie darin, mich selbst ganz und gar in die Gegenwart zu locken – diese wesentlich faszinierender und erfüllender zu gestalten, als eine Vergangenheit je prägend gewesen sein kann. Wer in der Gegenwart genug Freude erlebt, lässt die Vergangenheit freiwillig los, wie man ein altes Spielzeug zugunsten eines neuen, viel spannenderen loslässt.
Unter den vielen Einflüssen, denen unsere Stimmung unterliegt, hat sich einer nachweisen lassen, der von überragender Bedeutung ist, und den wir selbst steuern können: körperliche Aktivität. Schon 3 x 20 Minuten Spazierengehen pro Woche hat signifikant lindernde Auswirkungen auf Depressionssymptome (wie viel mehr der Ankauf eines Hundes!). Ein Grund, warum Spazierengehen so gesund ist, mag allerdings auch darin liegen, dass man Zeit zum Denken hat, und Denken ist gut: wenn Sie 2 Minuten pro Abend damit verbringen, darüber nachzudenken, was Ihnen an diesem Tag gelungen ist, gefallen hat oder wobei Sie sich wohl gefühlt haben, sind Sie nach drei Monaten glücklicher, belastbarer und sogar körperlich ein bisschen gesünder.

Training in Gesellschaft zeitigt deutlichere positive Auswirkungen auf Lernen und Stimmungsaufhellung als Einzeltraining; Training in heiterer Atmosphäre bewirkt mehr Stressabbau als verbissenes Training.
Rein sachlich überlegt lohnt es sich also, VERSPIELTHEIT UND BEWEGUNG als Tugenden zu kultivieren, auch wenn Sie bisher weder Spiel noch Sport auf Ihre Fahnen geschrieben hatten. Die Vorschläge auf meiner Seite sind sogar gerade dann für Sie interessant.

Wer wirklich effizient ist, fragt sich, was ihm im Leben schwer fällt, durch welche körperliche Erfahrung dieses Gefühl ausgelöst werden kann und welche verlockende Massnahme dieses Thema adressiert.

- Beispiel: Angst, die Kontrolle zu verlieren, Unsicherheit, Ängstlichkeit.
Ohne nunauf das zugrunde liegende Thema einzugehen (vermutlich eine traumatische Erfahrung irgendwann) sucht man nach einer Situation von der man weiss, dass sie ein körperlicher Auslöser dieser Angst ist, z.B. rutschiger Untergrund.
Gelegenheiten, die Spass machen können, und mit solchen Untergründen zu tun haben, sind:
- Rutschen (mit und ohne Wasser), bei denen man wirklich nichts richtig
  oder falsch machen kann,
- Wintersportarten (bei denen man sich dick polstern kann). Eislaufen
  ermöglicht den kontrolliertesten Einstieg, weil das Gelände "immerhin"
  flach und eben ist.

Ängstliche Personen suchen sich mit Vorteil absolut ungefährliche Übungsfelder aus. Das Unterbewusstsein will seine Ängste schliesslich rechtfertigen („ich habe kein Vertrauen in die Welt, Du wirst sehen: sie ist wirklich gefährlich, ich habe schon schlechte Erfahrungen mit ihr gemacht“) und so ist die Verletzungsgefahr anfangs tatsächlich erhöht.

- Ein anderes Beispiel: Angst vor gesellschaftlichen Ereignissen und davor, in der Öffentlichkeit zu sprechen oder aufzufallen.
Körperliche Aktivität, die man deshalb unterlässt: Singen, wenn man gehört werde könnte.
Massnahme: Mitwirken in einem Chor.

Dadurch ist noch nicht garantiert, dass man demnächst grosse Reden schwingen wird, aber man hat die Gelegenheit, sich durch das Erheben der Stimme "im Schutz der Menge" als Teil einer Gruppe zu erleben und zu etwas Schönem beizutragen. Man erobert sich eine Freude, indem man sie mitsamt der Angst umarmt.


Eine der ersten und wesentlichsten Komponenten, die einem helfen können, sich in seinem Körper (wieder) kompetent zu fühlen, ist

KRAFT


Sehr hohen Trainingsreiz bewirken
 
Vibrationsplatten


Statt wie üblicherweise ca. 45% beteiligen sich auf einer solchen Platte durch den ausgelösten Muskel-Sehnen-Reflex 99% Ihrer Muskelfasern am Training. Bei einer Frequenz von z.B. 30Hz erfährt Ihr Körper in einer Minute 1800 Reizimpulse, zusätzlich zur Übung, die Sie in dieser Zeit ausführen. Gleichzeitig wird die Ausschüttung von Glückshormonen stimuliert.

Der Puls steigt indes durch diese Trainingsform nur sehr wenig an - Sie können also massiv an Kraft zulegen, auch wenn Sie wenig belastbar sind, und ohne ständig die Erinnerung an Herzrasen abzurufen. Das ermöglicht einen unaufwändigen Einstieg in die Welt der Kraft (meine maximale Empfehlung: 2 x 10 min Training pro Woche, zu Beginn genügen aber auch schon 1 x 2 min).
Das Training auf Vibrationsplatten wirkt bei untrainierten Personen am besten und kann nach etwa 4-5 Monaten getrost zugunsten von Ausdauertraining (Crosstrainer, Wandern, Nordic Walking etc.) oder anderen sportlichen Hobbys aufgegeben werden.


Zu den Massnahmen, in denen gewünschte Haltungen oder Verhaltensweisen geübt werden, und die gleichzeitig Spass machen, gehört definitiv auch der

TANZ

Ob Paartanz oder Ausdruckstanz – mit ihm ist immer eine freudvolle Erkundung der eigenen Körperwelt und der Interaktion mit der Aussenwelt garantiert. Meine zwei liebsten Beispiele dafür sind:

Tango Argentino! Ein langsamer Paartanz mit folgenden Stärken:

  - Leicht erhöhte Körperspannung beider PartnerInnen bei optimaler
    Rumpfhaltung („im Kontakt mit einem anderen Menschen aufgerichtet
    und stark sein“)
  - Leicht nach vorne geneigte Körperachse im Sinne von Anlehnen an
    einander („sich in dieSituation hinein begeben und sich nicht
    entziehen“)
  - Nachvollziehbare Logik der Schrittfolgen (verringert den mentalen
    Widerstand gegenüber „aufgezwungenen Bewegungsmustern“)

5 Rhythmen, eine freie Bewegungsmeditation:
Der Durchlauf durch diese Rhythmen wird Welle genannt und ihr Endpunkt ist Ausgangspunkt für die nächste Welle.

  - Flowing: runde, fliessende Bewegungen, das Einatmen, der Boden.
  - Staccato: Ausatmen, gerichtete Energie, Aggression, Eindeutigkeit.
  - Chaos: Loslassen, die Freiheit des Körpers, Trauer, Ekstase.
  - Lyrical: Leichtigkeit, Verspieltheit, das innere Kind.
  - Stillness: Ruhe, Sammlung, Verdichtung.

Am Anfang mag es so erscheinen, als ob einem manche der Rhythmen mehr und andere weniger zusagten - aber das Herz kennt seine Heimat: sie ist überall.
Man tanzt, während sich das zu allen Zellen durchspricht, während man sich dazu befreit, allen Erscheinungsformen des Lebens auf dieser Welt mit leidenschaftlichem und offenem Herzen zu begegnen.

http://www.5rhythms.ch/

Sehr hilfreich finde ich auch

KAMPFSPORT


sowohl klassische Disziplinen als auch Selbstverteidigung. Besonders für Personen, die ihre eigenen Grenzen nicht gut verteidigen können oder zu Selbstbestrafung neigen (Kopfschmerzen, um nur ein Beispiel zu nennen), bewähren sich Kampfsportarten, die ohne Körperkontakt oder zumindest fast ohne diesen praktiziert werden oder extrem langsam trainiert werden. Genannt seien

- Fechten

- Capoeira
-
Systema
- Aikido


"Dass bloss niemand zu Schaden kommt“ - so klingt das zentrale Anliegen einer Person, die mit übermässigen Schuldgefühlen belastet wurde oder traumatische Erfahrungen gemacht hat. Sich dennoch mit seiner ganzen Kraft und Energie einzubringen, kann im Kontext eines Kampfsporttrainings optimal geübt werden.

Kampfsport in Zeitlupe und ohne Gegner ist Taiji. Es schult Körperwahr-nehmung und Gleichgewicht, fördert die Achtsamkeit und trainiert einen freundlichen Umgang mit sich selbst. In einer aktuellen Studie hat sich gezeigt, dass bereits drei Monate dieses Trainings deutlich stress-resistenter machen.
Es gilt mittlerweile als erwiesen, dass Glück zu einem grossen Teil lernbar ist - Taiji erfüllt alle Anforderungen zum geschmeidigen Einstieg in eine glücksfördernde Dynamik.

Natürlich empfehle ich auch "passive" oder "aktiv rezeptive" Wege zur Freude am Dasein in dieser Welt. Sie finden auf diese Homepage ausgiebige Informationen zu Aquatischer Körperarbeit™ und Microkinesitherapie, die Möglichkeiten in dieser Richtung sind aber praktisch unbegrenzt (Massage etc.).


Begrüssen Sie ruhig alles Neue in Ihrem Leben:

JEDE VERÄNDERUNG KÖRPERLICHER GEWOHNHEIT

kann als vollwertige Körperarbeit, als Veränderung des Begreifens der Welt - und des Interagierens mit ihr - betrachtet werden. Es ist natürlich spektakulärer, eine neue Sportart zu erlernen, als die Zähne mit der anderen Hand zu putzen oder die Treppe im Retourgang zu bewältigen, aber das Prinzip bleibt dasselbe.

PSYCHOLOGISCHE BERATUNG, TRAUMATHERAPIE

Auch beim Verarbeiten psychologischer Traumen zähle ich auf den Körper. In ihm ist alles gespeichert, durch ihn wird alles geheilt. Egal, ob wir detailgetreu wissen, was uns widerfahren ist, oder nur vage Hinweise, nagendes Unwohlbefinden erkennen – der Körper ist im Bilde. Mit seiner Hilfe ist es möglich, viele Traumata zu heilen, ohne lange in der Vergangenheit zu stöbern. Optimal eignet sich dazu Microkinesitherapie. Auch der Einsatz von iEMDR, einer erst kürzlich entwickelten Therapieform, die über Berührungsreize und Augenbewegungen das Gehirn zu Höchstleistungen anregt, beschleunigt Prozesse und lässt das Unterbewusstsein in seiner ganzenheilsamen Kraft aktiv werden.

Als psychologische Beraterin in integrativer Körperpsychotherapie IBP lasse ich auch dieses Konzept in praktisch alle meine Interaktionen einfliessen. Es handelt sich dabei um einen erfahrungs- und erlebnisorientierten Ansatz der Gesprächstherapie, der auf der Beobachtung basiert, dass jedes Gefühl eine gedankliche Manifestation sowie eine körperliche Erfahrung beinhaltet. Das erlaubt den Rückschluss, dass das Spüren des eigenen Körpers sehr aufschlussreiche Informationen über unsere Wünsche, Bedürfnisse, Muster und Beweggründe ans Licht bringen kann.

Ein zentrales Anliegen beim Umsetzen dieser Grundüberlegungen ist mir, die gesunden, freudvollen Anteile - die ja immer existieren - zu stärken. Dies geschieht ganz wesentlich über die Ermutigung zu

- Gegenwärtigkeit
- Grenzen
- Kontakt
- Erdung 

Wenn Sie eine Klinik suchen, in welcher EMDR als zentrale Therapieform angewendet wird, folgen Sie diesem Link: www.ptz.de

Informationen über ärztlich verordnete Psychotherapie finden Sie unter
www.psychotherapie-bern.ch


NEWS


Machen Sie sich bewusst, dass der Konsum von "Nachrichten aus aller Welt" in kleinen Häppchen nicht nur ein harmloser Zeitvertreib ist. Reisserisch aufbereitete Informationen versetzen Ihren Organismus in Alarmbereitschaft, also Stress. News sind sozusagen mentaler Fast-Food und Soft-Horror für Zwischendurch. Sie versorgen somit Ihr Gehirn nachhaltig (chronisch) mit Fluchtbereitschaft, Ablenkung und Zerstreuung. Noch während Sie News aufnehmen, trainieren Sie darüber hinaus bereits eine achselzuckende Reaktion auf dramatische Nachrichten: was soll man angesichts dieser Fülle von kolportierten Chancen, Tragödien und Banalitäten auch anderes tun? Wo und wozu sollte man sich engagieren?

Andererseits: Glauben Sie, dass Sie ohne die Beschäftigung mit News ernsthaft etwas versäumen könnten, das für Ihr Leben von Belang wäre? Wie oft ist das im vergangenen Jahr vorgekommen? Wenn Sie im letzten Jahr eine Stunde pro Tag mit der Konsumation von News befasst waren, summiert sich das zu einem Tag stressdominierter Zeit pro Woche, total satten 52 gestressten Tagen - war es das wert?

Rolf Dobelli empfiehlt in einem Artikel radikale Newsdiät zugunsten eines unbeschadeten Denk- und Fühlvermögens.